Zwischen Albstadt und Bitz · 25. September 2026
· 12 Bilder
Herbst unter den Flügeln – unterwegs beim Stählernen Männlein
Herrliches Herbstwetter, stille Wege und Segelflieger über der Alb: ein Nachmittag beim Stählernen Männlein, an dem sich der Blick immer wieder vom Boden zum Himmel hebt.

Unterwegs mit der Kamera
Mit beiden Füßen auf der Alb und dem Blick im Himmel
Heute Nachmittag war ich wieder einmal beim Stählernen Männlein zwischen Albstadt und Bitz unterwegs. Das Herbstwetter zeigte sich von seiner schönsten Seite: Über den Wiesen spannte sich ein klarer blauer Himmel, die Sonne brachte Licht in die Baumkronen, und überall gab es etwas zu entdecken. Ein guter Tag, um mit der Kamera loszugehen und sich Zeit zu lassen.
Schon die offene Landschaft lädt dazu ein, den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen. Das Gras trägt neben grünen Stellen bereits viele strohfarbene Töne. Ein heller Weg zieht sich durch die Wiesen bis hin zum Wald. Einzelne Bäume und Sträucher stehen dazwischen und geben dem Blick immer wieder einen neuen Halt.
Eine geschwungene Holzliege wartet mitten in dieser Weite. Man möchte sich darauf niederlassen, die Schultern entspannen und einfach nach oben schauen. Solche Plätze gefallen mir: Sie verlangen nichts und bieten doch viel – Ruhe, Licht und einen schönen Ausblick.
Dann wird aus dem weiten Blick ein ganz kleiner Ausschnitt. Rote Früchte leuchten zwischen den Zweigen, fast wie kleine Farbtupfer vor dem Blau des Himmels. An den Blättern mischen sich Grün und Gelb. Der Herbst ist noch nicht überall angekommen, aber hier zeigt er schon deutlich, welche Farben er mitgebracht hat.
Auch die Bäume erzählen von diesem Übergang. Manche Kronen sind noch dicht und grün, andere werden lichter und wärmer im Ton. Dazwischen stehen die dunklen Nadelbäume. Am Weg zeigt sich heller, zerklüfteter Fels, über dem Kiefern ihre Äste ausbreiten. Ein Stück weiter richtet sich die Kamera fast von selbst nach oben: hohe Stämme, lichte Kronen und dazwischen immer wieder dieses kräftige Himmelsblau.
Auf dem Weg wechseln sonnige Abschnitte mit dem Schatten der Bäume. Ich bleibe stehen, gehe ein paar Schritte weiter und sehe wieder einen anderen Ausschnitt. Es ist kein Spaziergang, bei dem möglichst viel Strecke zusammenkommen muss. Heute genügt es, die Natur zu genießen und die Momente festzuhalten, die mir begegnen.
Über mir sind die Segelflieger unterwegs. Ihre langen, schmalen Tragflächen zeichnen sich klar gegen den Himmel ab. Mal zeigt sich ein Flugzeug schräg von der Seite, mal fast direkt von unten. Für die Menschen dort oben muss der Blick über die Alb herrlich gewesen sein – über Wiesen, Wälder und die Orte dazwischen. Da wird man vom Boden aus schon ein wenig neidisch.
Mit der Kamera kann ich ihnen zumindest für einen Augenblick folgen. Eben noch waren rote Früchte und raue Felsen mein Motiv, jetzt sind es Flügel vor einer weiten blauen Fläche. Dieser Wechsel macht den Nachmittag besonders: die kleinen Dinge ganz nah und die große Freiheit hoch über mir.
Zum Schluss bleibt noch einmal eine Holzliege unter einem großen Baum im Bild. Licht fällt durch die Blätter, Schatten liegen über dem Boden. Nach dem Blick zu den Flugzeugen ist das ein schöner ruhiger Abschluss. Die Segelflieger hatten vielleicht die eindrucksvollere Aussicht – aber auch hier unten gab es mehr als genug zu staunen.
So nehme ich von diesem Nachmittag Herbstfarben, weite Wiesen und ein paar Bilder vom Fliegen mit nach Hause. Vor allem aber die Freude darüber, draußen gewesen zu sein. Manchmal reicht ein vertrauter Ort bei schönem Wetter, um mit neuen Eindrücken zurückzukommen.
Die vollständige Bildserie
Beim Stählernen Männlein zwischen Albstadt und Bitz in Bildern
Alle Aufnahmen stammen von Thomas Peetz. Sie zeigen den Moment so ruhig und unverstellt, wie er ihm begegnet ist.
„Die Segelflieger hatten wohl den weiteren Blick. Ich hatte alle Zeit, die kleinen Dinge am Weg zu entdecken.“
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