Ochsenberg · 10. September 2026
· 10 Bilder
Wenn der Sommer dem Herbst die Hand reicht
Heute hat es mich mit meiner Kamera auf den Ochsenberg gezogen. Noch einmal das schöne Wetter genießen, draußen unterwegs sein und schauen, was es zu entdecken gibt. Hier oben auf der Schwäbischen Alb merkt man langsam, dass der Herbst näher rückt.

Unterwegs mit der Kamera
Ein Spaziergang auf dem Ochsenberg in Ebingen
Über den Wiesen spannt sich ein blauer Himmel mit weißen Wolken. Sonnenlicht und Schatten teilen sich die Landschaft. Manche Flächen leuchten noch in sattem Grün, während die Gräser daneben schon strohgelb geworden sind. Dazwischen stehen Büsche und einzelne Bäume, deren Blätter sich allmählich verfärben. Für einen Moment scheinen beide Jahreszeiten nebeneinander Platz zu haben.
Mein Blick bleibt an einem großen Baum hängen. Sein Laub trägt bereits warme Brauntöne. Unter seiner Krone stehen ein Tisch und Bänke – ein schöner Platz, um eine Pause einzulegen. Ein Stück weiter wartet eine einzelne Holzbank mit Blick über die offene Landschaft bis zu den bewaldeten Höhen. Allein dieser Anblick lässt mich langsamer werden. Hier könnte man eine ganze Weile sitzen und den Wolkenschatten über die Wiesen folgen.
Mit der Kamera entdecke ich auch die kleinen Dinge, die leicht übersehen werden. Rote Hagebutten leuchten zwischen den Zweigen. Einige Blätter sind noch grün, andere zeigen schon gelbe Ränder. Weiter unten öffnen sich die hellen, sternförmigen Köpfe der Silberdisteln dicht über dem Boden. Zwischen Gras und stacheligen Blättern entfalten sie ihre ganz eigene Schönheit.
An einem Nadelzweig hängt ein Zapfen. Durch den Sucher werden seine Schuppen und die feinen Nadeln zu einem eigenen kleinen Motiv. Gerade das mag ich am Fotografieren: Erst schaut man weit in die Landschaft, dann entdeckt man auf wenigen Zentimetern etwas, das einen genauso lange beschäftigt.
Später öffnet sich der Blick auf Ebingen. Die Häuser und roten Dächer liegen eingebettet zwischen den bewaldeten Hängen. Dort unten ist die Stadt, hier oben sind Wiesen, Bäume und dieser weite Himmel. Es ist schön, beides so nah beieinander zu haben.
Die Natur auf der Schwäbischen Alb hat für mich immer wieder etwas Magisches. Heute steckt es im Licht auf den trockenen Gräsern, in den roten Früchten am Weg und in einer leeren Bank mit Aussicht. In all den kleinen Dingen, für die ich mir unterwegs Zeit nehmen kann.
So nehme ich von diesem Spaziergang Bilder mit nach Hause, die für mich genau diese Übergangszeit festhalten: noch ein wenig Sommerwärme, schon die ersten Herbstfarben – und die Freude, heute draußen gewesen zu sein.
Die vollständige Bildserie
Ochsenberg in Ebingen in Bildern
Alle Aufnahmen stammen von Thomas Peetz. Sie zeigen den Moment so ruhig und unverstellt, wie er ihm begegnet ist.
„Noch ein wenig Sommerwärme, schon die ersten Herbstfarben – und die Freude, heute draußen gewesen zu sein.“
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