Herbst auf der Schwäbischen Alb

Ein Herbsttag voller Licht – unterwegs auf der Alb

Weite Landschaften bei Hayingen, neugierige Ziegen und Schafe – und ein Sonnenstern im Herbstbaum zwischen Gammertingen und Bronnen. Acht Erinnerungen an einen richtig schönen Tag auf der Schwäbischen Alb.

Felder und grüne Wiesen bei Hayingen, gesäumt von herbstlichen Bäumen unter großen Wolken
Weite, die den Blick öffnet · Foto: Thomas Peetz

Unterwegs mit der Kamera

Von weiten Wiesen zu einem Stern im Laub

Heute wollte ich das schöne Herbstwetter noch einmal ganz bewusst genießen. Auf meiner Tour über die Schwäbische Alb war deshalb auch die Kamera dabei. Ich hatte Lust, genauer hinzusehen und die kleinen und großen Eindrücke unterwegs festzuhalten. Schon bei Hayingen fand ich die ersten Motive – und merkte, wie gut es tat, mir dafür Zeit zu nehmen.

Vor mir lag die weite Landschaft der Alb. Die Linien der Felder führten den Blick zu grünen Wiesen und Waldrändern, in denen der Herbst seine Farben verteilte. Gelb und Orange mischten sich zwischen die dunklen Nadelbäume. Darüber zogen große Wolken über den blauen Himmel. Wo die Sonne durchkam, wurden einzelne Flächen hell, während andere noch im Schatten lagen. Ein Bild voller Weite und Bewegung.

Auf einer Weide grasten Schafe unter diesem großen Himmel. Die Sonne schickte ihre Strahlen zwischen den Wolken hindurch, und die Tiere waren über das Grün verstreut. Diese ruhige Szene hatte etwas wunderbar Selbstverständliches: die Landschaft, das Licht und eine Herde, die sich von all dem wenig beeindrucken ließ.

Die Ziegen sorgten dann für die persönlichen Begegnungen dieses Tages. Eine weißbraune Ziege schaute direkt in meine Richtung, während hinter ihr die Schafe weitergrasten. Auch die braune Ziege mit ihren geschwungenen Hörnern und dem hellen Bart wurde zu einem schönen Porträt. Solche Blicke mag ich besonders. Für einen kurzen Moment scheint die Kamera auf beiden Seiten Neugier zu wecken.

Ein weiteres Bild hält zwei Ziegen ganz nah beieinander fest: Die helle drückt ihren Kopf an den Hals der dunklen. Auf dem Foto sieht es beinahe nach einer kleinen vertrauten Geste aus. Zwischen all den weiten Landschaftsbildern sind es gerade solche nahen, lebendigen Augenblicke, die einer Tour ihren eigenen Charakter geben.

Später rückte das Herbstlaub in den Mittelpunkt. Über den Hecken leuchteten die Baumkronen in warmem Gold und Orange. Die Sonne brach durch die Blätter, zeichnete helle Ränder und ließ die Farben noch kräftiger wirken. Ich konnte mich an diesem Zusammenspiel kaum sattsehen.

Zwischen Gammertingen und Bronnen gelang mir schließlich eine Aufnahme, über die ich mich besonders freue: ein herbstlicher Baum am Wasser, in dessen Krone die Sonne als klarer Stern aufleuchtet. Unter dem gelbgrünen Laub liegt das dunkle Wasser, in dem sich Teile des Baumes spiegeln. Für mich steckt in diesem Bild viel von dem, was diesen Tag so schön gemacht hat – Ruhe, Farbe und dieser eine helle Augenblick.

Auch der helle Felsen mit seinem Kreuz, die goldenen Bäume am Hang und das Blau des Himmels gehören zu meinen Erinnerungen an die Tour. Die Alb zeigte sich mit ihren offenen Landschaften, ihren Tieren und ihren markanten Felsen von einer besonders schönen Seite.

Am Ende war es einfach ein richtig schöner Tag. Ich hatte das Herbstwetter genutzt, mit offenen Augen hingeschaut und Bilder mitgenommen, die mich noch lange daran erinnern werden. Manchmal braucht es gar nicht viel: die Kamera dabei, ein wenig Zeit und die Bereitschaft, sich unterwegs überraschen zu lassen.

„Ein wenig Zeit, die Kamera dabei – und plötzlich steckt ein ganzer Tag voller Schönheit in acht Bildern.“