Waldheim & Schlossfelsenturm · 3. Oktober 2026

Herbst über Ebingen – Weitblick und eine Begegnung mit dem Kolkraben

Ein schöner Herbsttag beim Waldheim und am Schlossfelsenturm: Farbenpracht, ein weiter Blick über Ebingen und Zeit für einen Kolkraben.

Weiter Blick über Ebingen mit goldenen Bäumen und hellen Felsen im Vordergrund
Ebingen im Herbstlicht · Foto: Thomas Peetz

Unterwegs mit der Kamera

Ein Herbsttag zwischen Weite und kleinen Entdeckungen

Heute zog es mich zum Waldheim Ebingen und zum Schlossfelsenturm. Ich wollte den schönen Herbsttag genießen, die Kamera mitnehmen und schauen, was mir unterwegs begegnet. Schon zwischen den Bäumen gab es genug Gründe, immer wieder stehen zu bleiben. Über mir mischten sich grüne, gelbe und braune Blätter; auf dem Weg lag bereits ein Teppich aus Herbstlaub.

Im Wald wanderte mein Blick mal nach oben in die Baumkronen, mal über den Boden. Ein mit Efeu bewachsener Baum trug Wegweiser zwischen seinen Zweigen. Holz, Rinde und Blätter bildeten ein kleines Bild für sich. Solche Entdeckungen gehören für mich zu einem Ausflug genauso dazu wie das Ziel.

Auch einzelne Blätter hielten mich auf. Im Gegenlicht wurde das feine Netz der Blattadern sichtbar. Dunkle Flecken und kleine Löcher erzählten von einem Sommer, der seine Spuren hinterlassen hatte. Am Boden mischten sich Grün, Gelb und Orange mit roten Sprenkeln. Die große Farbenpracht des Waldes fand sich auch in diesen kleinen Ausschnitten wieder.

Am Schlossfelsenturm schaute ich zunächst hinauf. Zwischen den feinen Ästen stand der helle Turm vor dem blauen Himmel. Einige Zweige waren schon fast kahl, an anderen hielten sich noch gelbgrüne Blätter. Die Sonne ließ die Fassade hell aufleuchten – ein schöner Gegensatz zu den Schatten unter den Bäumen.

Dann öffnete sich der Blick über Ebingen. Häuser und rote Dächer zogen sich durch das Tal, dahinter reihten sich die bewaldeten Hänge bis in die Ferne. Dazwischen leuchteten überall die Herbstfarben. Für mich ist dieser Ausblick kaum zu übertreffen: die vertraute Stadt von oben sehen und zugleich spüren, wie viel Landschaft sie umgibt.

Die hellen, rauen Felsen im Vordergrund gaben dem Panorama einen besonderen Rahmen. Darüber wechselten blaue Himmelsflächen mit weißen Wolken. Ich nahm mir Zeit, verschiedene Ausschnitte zu suchen: einmal die ganze Weite, dann wieder die Stadt unter einem Bogen aus Zweigen. Auch ein Foto von mir vor dieser Aussicht durfte als Erinnerung an den schönen Tag nicht fehlen.

Beim Wildschweingehege wartete schließlich noch eine ganz andere Begegnung auf mich. Dort konnte ich eine ganze Weile einen Kolkraben beobachten. Nach dem weiten Blick über die Stadt richtete sich meine Aufmerksamkeit nun auf einen einzigen Vogel.

Auf einem Baumstamm beschäftigte er sich mit einem Futterstück. Er beugte den Kopf, nahm es in den kräftigen Schnabel und veränderte seinen Stand. Auf den Bildern lassen sich die einzelnen Federn gut erkennen; sein dunkles Gefieder schimmert bläulich. Später stand er zwischen den hellen Steinen. Ich blieb noch eine Weile und freute mich, diese unterschiedlichen Momente festhalten zu können.

Gerade diese Mischung machte den Ausflug für mich so schön: die Farben des Waldes, die Weite über Ebingen und eine Begegnung, für die es sich lohnte, geduldig zu bleiben. Mit der Kamera unterwegs zu sein heißt für mich auch, den Dingen Zeit zu geben.

Zu diesem Tag gehörte auch eine gemütliche Pause. Die Kamera lag neben einem Glas mit goldenem Bier auf dem Tisch, darüber leuchteten die Herbstbäume. Für eine Weile konnte ich einfach sitzen, die Eindrücke nachklingen lassen und den schönen Tag genießen.

Von diesem Herbsttag nehme ich Bilder und schöne Erinnerungen mit. An die Aussicht, an die bunten Baumkronen und an den Kolkraben beim Gehege. Manchmal liegt ein richtig schöner Tag ganz in der Nähe – und entfaltet sich Schritt für Schritt.

„Manchmal liegt ein richtig schöner Tag ganz in der Nähe – und entfaltet sich Schritt für Schritt.“