Im eigenen Garten · 11. September 2026

Was der Sommer im Garten hinterlässt

Erst den Rasen mähen, dann die Kamera in die Hand nehmen: Ein Septembernachmittag zwischen trockenen Rasenstellen, schweren Apfelzweigen und leuchtenden Tomaten.

Haus und Garten unter blauem Himmel mit frisch gemähten grünen und trockenen Rasenflächen
Nach getaner Arbeit · Foto: Thomas Peetz

Unterwegs mit der Kamera

Ein Nachmittag zwischen Gartenarbeit und Erntevorfreude

Heute Nachmittag stand erst einmal Gartenarbeit an. Gemäht wurde der Rasen dort, wo er noch nicht vertrocknet war. Die trockenen Stellen erzählen deutlich von den vergangenen warmen Tagen. Als die Arbeit getan war, blieb ich noch draußen – diesmal mit Zeit, einfach zu schauen.

Vom Garten aus fällt der Blick auf das Haus, auf die Sträucher und den Apfelbaum. Über allem liegt ein freundlicher Himmel mit weißen Wolken. Es ist ein vertrauter Anblick, und doch entdecke ich mit der Kamera wieder Einzelheiten, an denen ich sonst vielleicht vorbeigegangen wäre.

Der Apfelbaum trägt reichlich. Zwischen seinen Zweigen hängen die Früchte dicht an dicht, gelbgrün und an manchen Stellen schon mit roten Wangen. Aus der Nähe werden die feinen Sprenkel auf der Schale sichtbar. Ein paar Blätter tragen bereits braune Ränder – auch hier kündigt sich der Herbst an.

Zwei Äpfel hängen dicht beieinander, andere verstecken sich hinter dem Laub. Ich schaue nach oben, dann wieder ganz nah an einen Zweig heran. So wird aus einem einzigen Baum eine ganze Reihe kleiner Motive. In den Früchten steckt ein Sommer voller Wachsen, Warten und Reifen.

Bei den Tomaten leuchtet es rot und orange zwischen den grünen Blättern. Eine große, längliche Frucht hängt schwer am Stiel. Daneben sitzen kleinere Tomaten wie bunte Tupfer an den Ranken. Noch hängen sie an der Pflanze, aber beim Anschauen wächst schon die Vorfreude auf die Ernte.

An einem Zweig begegnen sich verschiedene Stadien: Eine Tomate ist bereits rot, zwei andere sind noch grün. Dieses kleine Bild gefällt mir besonders. Nicht alles wird gleichzeitig fertig. Jede Frucht braucht ihre Zeit, auch wenn sie am selben Zweig wächst.

In den nächsten ein bis zwei Tagen möchte ich ernten, was jetzt reif ist. Was noch Zeit braucht, darf weiterreifen. Dann wird aus dem, was heute noch vor meiner Kamera hängt, ein Stück Gartenglück auf dem Tisch.

So wurde aus einem Nachmittag mit dem Rasenmäher noch eine kleine Entdeckungsreise. Die Trockenheit hat ihre Spuren hinterlassen, und trotzdem gibt es so viel zu sehen: volle Zweige, kräftige Farben und das stille Versprechen der nächsten Ernte. Manchmal liegt das Schöne direkt hinter der Haustür. Man muss sich nur die Zeit nehmen, hinzuschauen.

Manchmal liegt das Schöne direkt hinter der Haustür. Man muss sich nur die Zeit nehmen, hinzuschauen.