Mein Garten · 18. September 2026

Vom Garten aus die Welt ein Stück näher holen

Erste Entdeckungen mit meinem neuen RF 100–400 mm

Schlossbergturm über grünem und herbstlich gefärbtem Laub vor grauem Himmel
Der Schlossbergturm zum Greifen nah · Foto: Thomas Peetz

Unterwegs mit der Kamera

Vom kleinen Detail bis zum weiten Blick

Manchmal beginnt eine kleine Fototour direkt vor der eigenen Tür. Heute hat mich mein Weg nur in den Garten geführt – mit der Kamera und der Neugier auf mein neues RF 100–400 mm. Zum ersten Mal wollte ich ausprobieren, welche Motive sich damit entdecken lassen. Und schon nach den ersten Aufnahmen war klar: Das macht Freude.

Zunächst blieb mein Blick an einem vertrockneten Blütenstand hängen. Wo vor einiger Zeit noch eine Blüte stand, spreizen sich nun feine, goldbraune Stiele mit kleinen Samenkapseln auseinander. Vor dem weich verschwimmenden Grün wirkt das Ganze wie ein filigranes Kunstwerk. Auch das Verblühte hat seine Schönheit – man muss sich nur die Zeit nehmen, hinzuschauen.

Über dem Garten bot sich derweil ein ganz anderes Bild. Helle und dunkle Wolken schoben sich übereinander, dazwischen öffneten sich blaue Stellen. Die Bäume zeichneten sich als dunkle Silhouetten darunter ab. Für einen Moment schimmerte es am hellen Wolkenrand sogar zart in verschiedenen Farben. Ein Himmel, bei dem es sich lohnte, die Kamera noch etwas länger in der Hand zu behalten.

Dann wanderte mein Blick hinüber zum Schlossbergturm. Von meinem Garten aus habe ich einen schönen Blick auf ihn, doch mit dem neuen Objektiv konnte ich ihn noch einmal anders betrachten. Geländer, Plattformen und die vielen Antennen rückten näher. Zwischen den Bäumen, deren Laub bereits erste herbstliche Töne zeigt, stand er im Licht vor dem grauen Himmel.

So wurden aus einem ersten Ausprobieren ganz unterschiedliche Bilder: feine Formen direkt vor mir, wechselndes Licht über mir und ein vertrauter Turm in der Ferne.

Mit meinem neuen Objektiv bin ich sehr zufrieden. Vor allem aber freue ich mich darauf, was ich damit noch entdecken werde. Dieser Nachmittag hat mir dafür schon einen schönen Anfang geschenkt – ganz ohne den eigenen Garten zu verlassen.

Auch das Verblühte hat seine Schönheit – man muss sich nur die Zeit nehmen, hinzuschauen.